Informationsveranstaltung
Feinstaub und Radioaktivität – Gesundheitsgefahren durch den Tagebau Hambach
Bergschäden in unserer Region
Unter dieser Überschrift veranstaltet das Netzwerk Bergbaugeschädigter e.V.
am 8. Juli um 19.20 in Kerpen-Horrem,
Mittelstr. 23-25 (Sozialkulturelles Zentrum, Turmzimmer) eine Informationsveranstaltung.
Schwerpunktthemen sind:
Was sind Bergschäden?
Wie kann man sie erkennen?
Wodurch entstehen Bergschäden?
Was kann man als Betroffener tun.
Der Eintritt ist frei. Den Vortrag hält unser BG-Vorsitzender Wolfgang Schaefer.
Programm als pdf: Flugblatt_Horrem_080711
Probleme des Braunkohlen-Bergbaus in Brandenburg
Unter dem Thema:
„Probleme des Braunkohlen-Bergbaus in Brandenburg „
fand am 28.05.2011 eine erfolgreiche Tagung in Guben statt.
Unter www.lausitzer-braunkohle.de/tagung2011.php können alle Vorträge zum Thema „Probleme des Braunkohlebergbaus in Brandenburg“ als pdf Datei abgerufen werden. In dieser Veranstaltung der „ Grünen Liga Umweltgruppe Cottbus“ hat auch die BG-Niederzier einen Vortrag zum „Thema Feinstaub und Radioaktivität“ gehalten. An der Veranstaltung haben über 60 Besucher teilgenommen. Es waren etliche Politiker aller Parteien anwesend. Die Veranstaltung war sehr erfolgreich. Sehr interessant war der Vortrag von Herrn Carsten Linke, LUGV (Brandenburg). Diese der Öffentlichkeit zum ersten Mal vorgestellte Untersuchung zum Klimaschutz-Notwendigkeiten und energiewirtschaftliche Möglichkeiten in Brandenburg erregte großes Aufsehen. Denn 80% der erzeugten Energie von Brandenburg wird exportiert und nur 20 % wird fürs eigene Land benötigt. Der größte Teil in Brandenburg wird schon heute über regenerative Energien abgedeckt. Alles weitere kann aus den Vortragsfolien entnommen werden.
Auch der BG Vortrag fand große Beachtung, da man laut einer Landtagsabgeordneten und Betroffenen hiervon noch nie etwas gehört hatte.
Straßenschäden durch Braunkohle – Tagebausümpfungen?
Starke Autobahn – Straßenschäden durch Braunkohle – Tagebausümpfungen?
Ende Februar 2011 traten Fahrbahnschäden auf der BAB A4 Richtung Aachen auf, deren Ursache voraussichtlich Tagebau bedingt sind.
Diese Schäden waren im Januar 2011 noch nicht vorhanden. Die Schäden der rechten Fahrspur aus Beton befinden sich zwischen der Rurbrücke und ca. 100 m vor der Merkener L257 Brückenüberführung. Die Schadenslänge beträgt ca. 18 m und ist ca. 1,50 m breit.
Wie aus den beigefügten Karten zu entnehmen ist, läuft genau an dieser Stelle eine tektonische Linie Richtung Tagebau Inden. An der Verlängerung dieser Linie, bis nach Schophoven, erfolgte letzten Jahres der große Tagesbruch im Tagebau Inden. Verfolgt man die Linie nach links vom Fahrbahnschaden, erkennt man auf den dort vorhandenen Wiesen ebenfalls große Absackungen und Risse. Bereits Mitte 2009 wurde die Wiese planiert und eine große Hangabrutschung am BAB A4 – Fahrbahnwall beseitigt. Die Wiese ist nun nach ca. 1,5 Jahren schon wieder erheblich abgesackt.
Es wundert also nicht, dass sich unter dem Wall die Absackung fortsetzt und die Fahrbahnschäden verursacht hat.
Diese Vorgänge werden sich bei fortschreitender Tagebausümpfung weiter verstärken und die Gefahr eines Einbruches mit schwerwiegenden Folgen ist nicht auszuschließen, da hautsächlich schwere LKW´s diese Spur befahren. Vor diesen Gefahren ist auch die neue A4 Verlegung in Höhe Ellen betroffen, wie die Bürger – Gemeinschaft e.V., für die Gemeinde Niederzier im Einspruchsverfahren und der Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht hingewiesen hat. Der Unterschied besteht nur darin, dass eine tekt. Linie auf der neuen Fahrbahn auf Ellener Höhe parallel auf der Fahrbahn verläuft, und somit noch stärker gefährdet ist.
Es stellt sich die Frage: Muss erst ein großer Unfall mit schwerwiegenden Folgen passieren, um diesen Wahnsinn Einhalt zu gebieten?
Luftreinhalteplan „Tagebau Hambach“ kommt
Weiter zu hohe Feinstaubbelastung / Aktionsplan nicht ausreichend
Die Feinstaubbelastung im Umfeld des Braunkohlentagebaus Hambach ist weiterhin zu hoch. Deshalb muss ein Luftreinhalteplan aufgestellt werden. Das ist das Ergebnis der heutigen Projektgruppensitzung bei der Bezirksregierung Köln. Nach der vorläufigen Auswertung der in der Luftmessstation Niederzier für 2010 gewonnenen Daten ist nach Aussage eines Vertreters des Landesumweltamtes mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von „deutlich mehr als 36 Überschreitungstagen“ des zulässigen Grenzwertes von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft auszugehen. Maximal zulässig sind 35 Überschreitungstage pro Kalenderjahr.
„Die Messergebnisse belegen, dass die im Aktionsplan festgelegten Maßnahmen zur Verringerung der Feinstaubbelastung durch den Tagebau Hambach bislang nicht ausreichen“, sagte Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND. „Bis spätestens Ende 2012 muss jetzt ein Luftreinhalteplan aufgestellt werden, der die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte garantiert. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein einklagbares Recht auf saubere Luft.“
Nach Vorliegen der validierten Messdaten für 2010 soll eine aktualisierte Ursachenanalyse erstellt werden. Nach den bisherigen Untersuchungen ist der Tagebau Hambach mit einem 25 prozentigen Anteil an den Immissionen die dominierende lokale Quelle für die hohe Feinstaubbelastung. Wegen der Bedeutung der RWE-Tagebaue als Feinstaubquelle hält der BUND nach wie vor die Aufstellung eines Luftreinhalteplans für das gesamte Braunkohlenrevier für erforderlich. So sei es mehr als wahrscheinlich, dass auch der Tagebau Inden zur Gesamtbelastung im Raum Niederzier beitrage. Nach Angaben des Landesumweltministeriums sterben jährlich 12.600 Menschen in NRW an Krankheiten, die durch die unsichtbaren Partikel ausgelöst werden. Deshalb bestehe großer Handlungsbedarf.
„Acht Jahre nachdem der BUND und die BG Niederzier die tagebaubedingte Feinstaubbelastung erstmalig thematisiert hatten, ist jetzt eine dauerhafte Verbesserung der prekären Belastungssituation in Sicht“, hofft Wolfgang Schaefer von der Bürger-Gemeinschaft e.V. (BG) Niederzier. Jetzt müsse im Sinne des Gesundheitsschutzes zügig gehandelt werden und der Luftreinhalteplan nach Möglichkeit noch vor Ende 2012 umgesetzt werden.
Pressekontakt: Dirk Jansen, BUND-Geschäftsleiter, T. 0172 / 29 29 733
Wolfgang Schaefer, BG Niederzier, T. 02428 / 5468
Hinweis: Dirk Jansen und Wolfgang Schaefer sind als BUND-Vertreter Mitglieder der Projektgruppe zur Luftreinhalteplanung in der Umgebung des Tagebaus Hambach bei der Bezirksregierung Köln.
Vortrag: „Bergschäden in unserer Region“
Der Verein Netzwerk Bergbaugeschädigter e.V. des Rheinischen Braunkohlereviers lädt ein zu einer Informationsveranstaltung mit dem Thema.
„Bergschäden in unserer Region“
Die Sümpfungseinflüsse der Tagebaue Inden und Hambach wirken sich in der ganzen Region auch bis Köln aus. Daher ist die Gemeinde Nörvenich auch davon betroffen. Die Folgen auf Häuser und Infrastruktur. (Straßen, Kanäle und öffentliche Gebäude) werden für viele sichtbar werden. Der Tagebau Hambach wird in den nächsten Jahren immer näher rücken. Durch die A4 Verlegung ist der Tagebau dann nur noch ca. 9 Kilometer Luftlinie vom Zentralort entfernt. Die Folgen der Grundwasserabsenkung werden sich in der Zukunft noch stärker im Gemeindegebiet bemerkbar machen.
Der Vortrag wird von Dipl.-Ing. Wolfgang Schaefer gehalten. Anschließend ist eine offene Diskussion vorgesehen.
Termin: Dienstag, den 30. Nov. 2010Beginn: 19 Uhr
Ort: 52388 Nörvenich, Aula der Hauptschule, In den Benden Einladung:”Bergschäden in unserer Region”, 30.11.2010
Zu dem Vortrag laden herzlich ein:
Dr. Robert Schilling, Dr.-Habicht-Str. 18, 52388 Nörvenich
Werner Schering, Gregor-Platten-Str. 2, 52388 Nörvenich







